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Leistungsfähiger im Büro


Rückenschmerzen sind bei Büroangestellten keine Seltenheit. Kurze Stehpausen helfen.

Das Arbeiten im Stehen steigert laut einer britischen Studie die Motivation und Leistungsfähigkeit von Büroangestellten. Lebensqualität und bestehende Rückenprobleme verbesserten sich ebenfalls durch die Arbeit an höhenverstellbaren Schreibtischen. Für die Forschung ins Büro Das Forscherteam um Prof. Charlotte Edwardson von der Universität Leicester ging der Frage nach, welchen Effekt eine veränderte Arbeitsposition auf die Arbeitsleistung von Büroangestellten hat. An der Studie nahmen 146 Angestellte des britischen Gesundheitsdienstes im Alter zwischen 18 und 70 Jahren teil. Die Teilnehmer verbrachten mindestens 75 Prozent ihrer Arbeitszeit im Sitzen verbringen und das an wenigstens 3 Tagen pro Woche. Gut die Hälfte der Probanden (77 Personen) erhielt höhenverstellbare Schreibtische sowie ein Seminar zum richtigen Sitzen und Stehen am Arbeitsplatz mit einem persönlichen Feedback zur eigenen Sitzposition. Die 69 Arbeitnehmer in der Kontrollgruppe gingen ihrer Arbeit im Büro wie gewohnt nach. Mehr Leistung im Stehen Zu Studienbeginn verbrachten die Arbeitnehmer durchschnittlich 9,71 Stunden pro Tag im Sitzen. Nach einem Jahr saßen die Teilnehmer aus der Gruppe mit höhenverstellbaren Tischen 82 Minuten weniger während der Arbeit. In der Kontrollgruppe blieb die Zeitspanne, die die Angestellten im Sitzen zubrachten, unverändert. Büroangestellte, die mehr standen bei der Arbeit, berichteten über eine Verbesserung ihrer bestehenden Muskel- und Rückenbeschwerden. Auf Fragebögen gaben sie eine größere Zufriedenheit und mehr Engagement im Job an. Sie fühlten sich weniger müde während der Arbeit und berichteten von einer gestiegenen Lebensqualität. Die Autoren der Studie resümierten: „Das Arbeiten im Stehen scheint einen positiven Einfluss auf viele Faktoren zu haben, die mit der Arbeitsleistung assoziiert sind.“ Quelle: Ärztezeitung

Simone Lang


News des Tages

Tetanusimpfung auffrischen!


Die Schutzimpfung gegen Tetanus schützt zuverlässig gegen die gefährliche Infektionskrankheit.

Kleinste Wunden reichen aus, um sich mit Wundstarrkrampf (Tetanus) zu infizieren. Einen wirksamen Schutz bietet die Tetanusimpfung, die nach 10 Jahren aufgefrischt werden muss. Tetanus endet bei jedem 4. Patienten tödlich Bei Tetanus handelt es sich um eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch Sporen des Bakteriums Clostridium tetani übertragen wird. Diese Sporen kommen in Gartenerde und Waldboden vor. „Für eine Infektion reichen bereits [–] kleine Schnitt- oder Schürfwunden aus, die man sich [–] schnell bei der Gartenarbeit zuziehen kann“, erklärt der Neurologe Prof. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). „Menschen infizieren sich mit Tetanus, wenn Sporen des Bakteriums durch Wunden in den Organismus eindringen.“ Die Tetanussporen überleben im Freien unter widrigsten Bedingungen. Im Menschen vermehren sich die Bakterien und geben stark wirksame Giftstoffe ab. Nelles erläutert die Krankheitszeichen: „Das Toxin Tetanospasmin [–] schädigt Nervenzellen [–] und führt dadurch zu den typischen Muskelkrämpfen, wie sie beim Wundstarrkrampf auftreten. Ein anderer Giftstoff [–] greift das Herz an.“ Eine Tetanusinfektion beginnt mit grippeähnlichen Anzeichen. Nelles führt aus, dass sich in der Folge eine Blockade der Kiefermuskulatur (Kieferklemme) und Krämpfe in der Rückenmuskulatur entwickeln, durch die sogar Wirbel brechen können. In Deutschland liegt die Sterberate trotz intensivmedizinischer Versorgung bei etwa 25 Prozent. Gesetzliche Kassen übernehmen Kosten für Immunisierung Die Experten der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin empfehlen allen Erwachsenen, Kindern und Säuglingen eine Impfung gegen Tetanus. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Die Grundimmunisierung von Erwachsenen umfasst 3 Impfungen, bei Kindern sind es 4. Nach 10 Jahren muss der Impfschutz aufgefrischt werden. Der Impfstoff regt die Produktion von Antikörpern an, die eindringende Giftstoffe neutralisieren und zerstören. Quelle: Neurologen im Netz Weitere Informationen zur Tetanuserkrankung und der Schutzimpfung auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

Simone Lang


News des Tages

Besser zu zweit als allein


Ein Hund eignet sich besonders für Alleinstehende als Haustier.

Welchen Einfluss das Leben mit Hund auf die Sterblichkeit hat, untersuchten dänische Forscher. Der Umgang mit den Vierbeinern verbessert die Überlebenschancen, vor allem bei Singles. Personen mit menschlichem Partner profitierten kaum von einem Hund. Auf den Hund gekommen Das Team um den Wissenschaftler Ivalu Sørensen von der Universität Süddänemark in Kopenhagen nutzte für die Studie die staatlichen Registerdaten für Mensch und Tier. Sie analysierten die Daten von etwa 46.000 Personen, die im Jahr 2015 verstarben und stellten ihnen die Angaben von lebenden Bürgern im Verhältnis 1:5 gegenüber. Insgesamt werteten die Untersucher mehr als 275.000 Probanden aus, von denen 8 Prozent einen Hund besaßen. Der Kontakt mit einem Hund wirkte sich günstig auf das Überleben aus; im Mittel lag die Sterblichkeitsrate bei Hundebesitzern um 8 Prozent niedriger als bei Menschen ohne Hund. Hund als Partnerersatz Der Nutzen eines Hundes beschränkte sich auf Menschen, die keinen zweibeinigen Lebenspartner an ihrer Seite hatten. Bei dieser Gruppe reduzierte sich die Sterblichkeit um 14 Prozent, verglichen mit alleinstehenden Menschen ohne Hund. Personen mit menschlichem und tierischem Begleiter zogen aus dem Hundebesitz keinen signifikanten Vorteil. Die Forscher um Sørensen sehen sich in ihrer Annahme bestätigt, dass ein Hund einen Partner oder andere enge soziale Beziehungen ersetzen kann. Quelle: Ärztezeitung

Simone Lang


News des Tages

Gesundes Essen beugt Karies vor


Frische Lebensmittel, die gut gekaut werden müssen, regen den Speichelfluss an. Das fördert die Gesundheit der Zähne.

Egal in welchem Lebensalter – eine ausgewogene Ernährung schützt die Zähne vor Karies. Besonders wichtig ist auch die Wahl des richtigen Getränks. Viele Apotheken in Bayern bieten individuelle Ernährungsberatung an. Mit dem richtigen Pausenbrot fängt die Vorsorge an Volker Schmitt, Apotheker und Pressesprecher der Apotheker in Bayern, bringt es auf den Punkt: „Grundvoraussetzung für gesunde Zähne ist eine Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe enthält.“ Ein gesundes Pausenbrot beugt der Entstehung von Karies bereits früh vor. Als Durstlöscher empfehlen Experten Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen. Nach dem Genuss von säurehaltigen Getränken wie zum Beispiel Orangensaft oder Limonade sollte man mit dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde warten. „Wird diese Wartezeit nicht berücksichtigt, kommt es zur Abtragung des Zahnschmelzes durch das Zähneputzen wie durch einen Schleifkörper“, warnt Schmitt. Beratungsangebote in der Apotheke Der beste Schutz für die Zähne ist der eigene Speichel. Er umspült die Zähne, führt ihnen Mineralien wie Kalzium und Magnesium zu und neutralisiert Säuren aus der Nahrung. „Versuchen Sie also oft frische Lebensmittel zu essen, die nicht zu weich sind und deshalb gut gekaut werden müssen. Das regt den Speichelfluss an und fördert somit die Selbstreinigung der Zähne“, rät Schmitt. Er weist darauf hin, dass Medikamente wie Antihistaminika und Beruhigungsmittel den Speichelfluss möglicherweise verringern und zu Mundtrockenheit führen. Produkte aus der Apotheke wie beispielsweise künstlicher Speichel schaffen bei diesem Problem Abhilfe. Apotheker mit einer speziellen Fortbildung in Ernährungsberatung bieten in ganz Bayern ein Beratungskurse und Vorträge zur richtigen Ernährung an. Das Angebot reicht von Einzelgesprächen bis hin zur Ernährungserziehung in Kindergärten und Schulen. Quelle: Bayerische Landesapothekerkammer Weitere Informationen zu Apotheken mit der Weiterbildung Ernährungsberatung auf den Seiten der Bayerischen Landesapothekerkammer im Feld Apothekensuche.

Simone Lang


News des Tages

Risiko für Männer und Frauen geringer


Viele Kinder beugen bei allen Familienmitgliedern Krebserkrankungen vor.

In Familien mit vielen Kindern ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, für Männer und Frauen verringert. Diesen Zusammenhang stellten Forscher aus der Schweiz und Australien fest. Familie: Schutzwirkung gegen Krebserkrankungen Das Team um Prof. Frank Rühli vom Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich und Forscher des medizinischen Instituts in Adelaide werteten Daten aus 178 Ländern aus. Sie stellten eine Korrelation zwischen der Familiengröße und dem Krebsrisiko fest. Weltweit nahm die Häufigkeit verschiedener Krebsarten zu, je kleiner die Familie war. Maciej Henneberg, Mitautor der Studie, betont: „Dieser Effekt ist unabhängig von Einkommen, Lebensraum und Alter.“ Je mehr Kinder zu einem Haushalt zählten, desto seltener traten bestimmte Krebsarten wie Hirntumore, Blasen-, Lungen-, Magen-, Haut-, Brust-, Dickdarm-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs auf. Männer und Frauen profitieren vom Familienleben Der schützende Effekt einer großen Familie erstreckt sich auf beide Geschlechter, Männer sind sogar etwas besser vor Krebserkrankungen geschützt. Die Studienautoren sehen im besonderen emotionalen Umfeld einer Großfamilie Vorteile. Die Stabilität der Bindungen scheint sich positiv auf die Widerstandskraft gegenüber Krebserkrankungen auszuwirken. Quelle: Universität Zürich

Simone Lang


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Wirkstoff verändert Essverhalten


Ein Körpergewicht im normalen Bereich beugt einer Vielzahl von Krankheiten vor.

Münchner Forscher wiesen nach, dass der Wirkstoff Celastrol aus einer chinesischen Zierpflanze das Sättigungsgefühl bei krankhaftem Übergewicht (Adipositas) wieder aktiviert. Celastrol führte zu einem deutlichen Gewichtsverlust. Celastrol: Bekannte Substanz mit neuer Wirkung Das Forscherteam um Paul Pfluger vom Helmholtz Zentrum München setzte in seinen Untersuchungen den pflanzlichen Wirkstoff Celastrol ein, der aus einer in Südchina verbreiteten Pflanze namens Wilfords Dreiflügelfrucht stammt. Die traditionelle chinesische Medizin nutzt bereits die antientzündliche Wirkung von Celastrol. Die Arbeitsgruppe aus der Abteilung Neurobiologie des Diabetes untersuchte die Wirkung von Celastrol auf adipöse Mäuse. Die Forscher wiesen einen Effekt auf die Sättigungszentren im Gehirn der Tiere nach, die wichtig für die Steuerung des Körpergewichtes sind. Ausgangspunkt ist das Hormon Leptin, welches von Fettgewebe gebildet wird und im Gehirn über bestimmte Empfängermoleküle (Rezeptoren) ein Gefühl der Sättigung auslöst. Bei adipösen Menschen ist Leptin in großen Mengen vorhanden, die Rezeptoren reagieren aber auf Grund einer Resistenz nicht und es setzt keine Sättigung ein. Katrin Pfuhlmann, Erstautorin der Studie erläutert: „Der von uns untersuchte Wirkstoff Celastrol stellt die Leptin-Empfindlichkeit und damit die Sättigung wieder her.“ Wirkstoff aktiviert Sättigungsgefühl
Studienleiter Pfluger bewertet das veränderte Fressverhalten der Tiere: „Die Gabe von Celastrol führte im Mausmodell zu einer deutlich geringeren Nahrungsaufnahme. Entsprechend konnten wir binnen einer Woche einen durchschnittlichen Verlust von rund 10 Prozent des Körpergewichts feststellen.“ Auf Mäuse der Kontrollgruppe, die keinen Leptinrezeptor besaßen, zeigte Celastrol keinen Effekt. Die zum Abnehmen notwendige Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände werde Celastrol laut Pfluger zwar nicht ersetzen, es könne aber den Patienten bei seinen Bemühungen um eine nachhaltige Gewichtsreduzierung unterstützen. Er betont: „Das Sättigungshormon Leptin wirkt im Menschen und der Maus nahezu identisch, Celastrol hat also großes Potential.“ Quelle: Universität Zürich

Simone Lang


News des Tages

Bald in deutschen Apotheken erhältlich


Injektionen mit spezifischen Antikörpern bieten in Kürze eine neue Möglichkeit bei der Migränetherapie.

In Deutschland steht demnächst eine neue Option zur Vorbeugung von Migräneattacken zur Verfügung. Das Medikament verringert deutlich die Anzahl an Migränetagen und wird mit einer Spritze unter die Haut injiziert. Antikörper gegen schmerzauslösenden Botenstoff Etwa jede 5. Frau und jeder 10. Mann leidet in Deutschland unter Migräne. Eine chronische Migräne liegt vor, wenn die Betroffenen 15 Tage und mehr pro Monat von pulsierenden Kopfschmerzen mit Übelkeit, Sehstörungen und Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen berichten. Bei episodischer Migräne leiden die Patienten an bis zu 14 Tagen monatlich unter migräneartigen Kopfschmerzen. Stefanie Förderreuther, Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), erläutert: „Die Ursache der Migräne ist noch nicht bekannt. Eine überzeugende Hypothese ist, dass [–] Botenstoffe schmerzwahrnehmende Nervenfasern im Kopfbereich reizen und damit die Migräne auslösen.“ Laut der DMKG und der Deutschen Schmerzgesellschaft handelt es sich bei den drei neu zugelassenen Medikamenten um Antikörper, die die Wirkung eines Botenstoffes blockieren, der für die Migräneattacken mitverantwortlich ist. Alle Substanzen werden mit einer Spritze unter die Haut verabreicht. „Eines der drei Medikamente – Erenumab – ist bereits für die vorbeugende Behandlung von Migräne bei Erwachsenen auf dem europäischen Markt zugelassen und wird vermutlich Ende des Jahres in deutschen Apotheken zur Verfügung stehen“, berichten die Fachgesellschaften. Die beiden anderen Präparate seien bereits in den USA zugelassen und eine Entscheidung für den deutschen Markt werde in Kürze erwartet. Neues Medikament wirksam und verträglich bei Migränepatienten In den Studien verringerte der Wirkstoff Erenumab bei Patienten mit episodischer Migräne die Anzahl der monatlichen Migränetage um durchschnittlich 3 Tage. Bei Patienten mit chronischer Migräne gingen die Migränetage pro Monat um 6 bis 7 Tage im Mittel zurück. In beiden Gruppen berichteten rund 40 Prozent der Patienten von einer Besserung der Migräne um mindestens 50 Prozent. Tim Jürgens, Ärztlicher Leiter des Kopfschmerzzentrums Nord-Ost an der Universitätsmedizin Rostock, empfiehlt: „In erster Linie sollten diejenigen Patienten mit den neuen Antikörpern behandelt werden, die schwer und häufig von Migräneattacken betroffen sind und bei denen bislang verfügbare Mittel nicht gut gewirkt haben oder die für sie nicht gut verträglich waren.“ Quelle: Ärzteblatt

Simone Lang